Susanne Bonowicz 

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KURZVITA Die Künstlerin Susanne Bonowicz (*1985) lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Kunst und Kunstgeschichte an der Universität Osnabrück und an der Nelson Mandela Metropolitan University in Port Elizabeth in Südafrika. Die in Berlin lebende Künstlerin hat ihre Arbeiten in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Südafrika und Thailand gezeigt und ist in vielen Privatsammlungen vertreten.  

 

Die Arbeiten von Susanne Bonowicz beschäftigen sich mit Urbanität. Die Malerei erzählt von Stadt, von Kultur, urbanen Erlebnissen und Erfahrungen. Sie präsentiert sich in konstruierten Farbflächen, Linien und Überlagerungen. Die oft grelle Farbauswahl beschreibt Metropolen in ihren Kontrasten, ihrer Dynamik und ihrem Chaos. Angedeutete architektonische Elemente verschwimmen durch die Überlagerung einzelner Farbschichten und treten an anderer Stelle wieder in den Fokus. Durch Konstruktion und Dekonstruktion der architektonischen Elemente verdeutlicht Susanne Bonowicz die Vergänglichkeit der Stadt. Im Gegensatz dazu nimmt sie auch Bezug zur Natur. Sie bahnt sich ihren Raum im Gefüge der Urbanisierung und findet stets Schlupfwinkel in Gemäuern und Asphaltspalten. Witterung zerrt an Architektur aus Beton und Stahl und ist allgegenwärtiges Element des Unkontrollierbaren. Alles, was durch den Menschen erschaffen wurde, würde ohne seine Existenz wieder verschwinden, die Natur würde sich ihren Raum zurückerobern und die Spuren der Kultur verwischen. 

Die wechselseitigen Beziehungen zwischen Kultur und Natur sowie ihre Einflussnahme sind unumstößlich. Der Rezipient soll das Bewusstsein erlangen, dass er sich in einem vergänglichen urbanen Konstrukt bewegt. Gerade in der heutigen Zeit ist dieses Szenario eines drohenden Armageddon von höchster Aktualität. 

Foto: Tony Haupt, Courtesy: Office Impart

@2020 / contemplatio / Berlin