Danni Pantel 

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KURZVITA Danni Pantel (*1989 Erlangen) lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Bilder demonstrieren eine spontane, intuitive und persönliche Malweise. Sie arbeitet hauptsächlich mit Acryl und Öl auf großformatigen Leinwänden. Die Künstlerin stellte bereits in New York, Mailand und Beirut aus; in Berlin wird sie von der Galerie DUVE repräsentiert und ist in zahlreichen nationalen und internationalen Sammlungen vertreten, darunter der Pizzuti Collection of the Columbus Museum of Art (US) und der Mora Art Foundation (LIE). 

 

 

Danni Pantels Malereien zelebrieren den Moment des Kompromisses, den Akteure der Leinwand ausfechten müssen, wenn sie aufeinanderstoßen. Ob es mehrere Formen sind, die die Künstlerin aufeinandertreffen lässt oder das Zusammenspiel, dass sie mit dem flüssigen Lack eingeht, der sich nur bedingt bändigen lässt – es geht um Begegnung und Verständigung in einem begrenzten Raum. Chaos und Kontrolle. Laut und Leise. Die Wirkung fällt bei jedem Betrachter unterschiedlich aus, wo der Eine Harmonie spürt, da nimmt der Andere Spannung wahr. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Welche Entscheidung bringt solch ein Konflikt mit sich? Der Aspekt der Reduzierung wird hier von der Künstlerin als ein Ausweg aufgezeigt. Ihre Malereien sind geprägt von der Einschränkung als Kompromiss – ohne das die Komplexität in ihren Bildern dabei verloren geht. »Das Ziel ist immer die Suche nach dem Klaren und Einfachen im Verwirrenden« so die Künstlerin. Wenn sie den Lack auf, die am Boden liegende, Leinwand gießt, dann lässt sich das Material nicht in seinem Fluss bestimmen, Pantel ergibt sich dem Unbestimmbaren und geht mit der Form. 

Das Werk *and I smile and I sip my poppy tea* entsteht in der Zeit, als Covid-19 von der Weltgesundheitsorganisation offiziell zur Pandemie erklärt wird. Im Atelier läuft eine Playlist von Nick Cave. Während in den sozialen Medien panikmachende Berichte ihren Höhepunkt finden, steht der Sänger in seinem Song lächelnd am Fenster, nippt an seinem Opium Tee und blickt aufs Meer. Er singt »ich bin, was ich bin, und was sein wird, wird sein.« 

Text: Barbara Green, Foto: Benjamin Held

@2020 / contemplatio / Berlin